Stellungnahme des Gemeinderates Pfaffnau bezüglich der Erweiterung des Asylzentrums St. Urban
Liebe Einwohnerinnen und Einwohner von Pfaffnau und St. Urban
Im Zuge der aktuellen Entwicklungen rund um die temporäre Asylunterkunft in St. Urban möchte der Gemeinderat Sie über die jüngsten Bemühungen und die von uns an die kantonalen Behörden gerichteten Forderungen informieren.
Am 1. Februar 2024 hatten wir einen konstruktiven Austausch mit Vertretern des Kantons, in dem wir spezifische Anliegen und Forderungen vorgebracht haben, die für die nachhaltige Entwicklung und das Wohlergehen unserer Gemeinde entscheidend sind.
Unsere Hauptanliegen umfassen:
- Belegung der Wohnungen: Wir haben gefordert, dass ausschließlich ukrainische Familien die Möglichkeit erhalten sollten, die verfügbaren Wohnungen in unserer Gemeinde zu beziehen. Dieser Schritt ist wichtig, um den Familien eine stabile und sichere Umgebung zu bieten.
- Schulbildung: Wir setzen uns dafür ein, dass die Kinder dieser Familien ausschließlich in der Zentrumsschule eingeschult werden, um ihnen eine kontinuierliche Bildung zu gewährleisten.
- Infrastruktur für Kinder: Die Bereitstellung geeigneter Spielplätze ist uns ein besonderes Anliegen, um zu verhindern, dass Kinder auf Skulpturen spielen, was ein Risiko für die Kinder und die Kunstwerke darstellen kann.
- Sicherheit: Zur Gewährleistung der Sicherheit und des Wohlbefindens aller Bewohner und Besucher fordern wir die Installation einer nachttauglichen Videoüberwachung in der Klosteranlage im Bereich Weierweg/Zugänge Pavillon E.
- Berechnung der ständigen Wohnbevölkerung: Wir erwarten die Zusicherung, dass die Bewohner/innen des TUK (beide Standorte) zu keinem Zeitpunkt einen Einfluss darauf haben. Sollte dies dennoch der Fall sein, erwarten wir eine vollumfängliche Entschädigung.
- Schließung der Erweiterung: Wir fordern, dass die Erweiterung am Tundwilerweg bis spätestens 31. Dezember 2026 geschlossen wird, was für die langfristige Planung unserer Gemeinde von großer Bedeutung ist.
- Kommunikation: Die Bedeutung einer proaktiven und vorausschauenden Kommunikation wurde betont. Es ist essenziell, dass wir automatisch über Vorfälle und Bürgeranliegen informiert werden, die direkt an das DAF gelangen. Zudem prüfen Kanton und Gemeinde, in dieser Sache zukünftig gemeinsam zu kommunizieren.
Wir haben um eine Stellungnahme zu unseren Anliegen bis zum 29. Februar 2024 gebeten und hoffen auf eine konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle unserer Gemeinde. Unser Ziel ist es, eine Situation zu schaffen, in der die Bedürfnisse der Geflüchteten berücksichtigt werden, während gleichzeitig das Wohlergehen unserer Gemeinschaft gesichert ist.
Und zur Pendenz der baulichen Veränderungen der Mehrfamilienhäuser sind mit dem privaten Eigentümer Abklärungen im Gang, ob die nachträgliche Einreichung eines Baugesuches nötig ist.
Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis und Ihre Unterstützung in diesen Angelegenheiten und werden Sie über weitere Entwicklungen auf dem Laufenden halten. Eine nächste Kommunikation erfolgt nach Eingang der Rückmeldung durch den Kanton.
Der Gemeinderat Pfaffnau