Projekt Schulraumerweiterung – Siegerprojekt Kaleidoskop
Ausgangslage und aktueller Stand
An der Gemeindeversammlung vom 25. Juni 2025 wurde die aktuelle Planung erläutert. Die Gemeinde Pfaffnau treibt die Erweiterung ihres Schulraums zielgerichtet voran. Die hohen Schülerzahlen und die komplette Raumbelegung trotz 2 Kindergartenklassen im Containerprovisorium bedingen eine möglichst baldige und zukunftsgerichtete Erweiterung. Grundsätzlich besteht ein vom Bürger genehmigter Sonderkredit zur Planung von neuem Schulraum in Höhe von 460‘000 Franken, welcher an der Rechnungsgemeindeversammlung vom 17. Juni 2024 beschlossen wurde.
Auch im Jahre 2024 wurde ein Wettbewerb mit der Vorgabe ausgeschrieben, das Raumangebot um das Minimum von vier Schulräumen (inkl. dazugehörigen Gruppenräumen) als Ersatz für die zwei Kindergartenzimmer des Containerprovisoriums und zusätzlich zwei Primarschulzimmer zu erweitern. Das Siegerobjekt wurde der Kommission für Gemeindeentwicklung an ihrer ersten Sitzung vom 10. März 2025 vorgestellt. Die Kommission hat zwei grundsätzliche Fragen, mit denen sich der Gemeinderat auseinandergesetzt hat, gestellt:
- Wie werden sich die Schülerzahlen künftig entwickeln? Genügt das Wettbewerbsprojekt oder ist das zusätzliche Raumangebot nach der Umsetzung bereits zu knapp?
- Wäre es möglich, das Siegerprojekt zu erweitern?
Entwicklung der Schülerzahlen
Vom renommierten Büro Eckhaus wurde eine Studie zu den Schülerzahlen der nächsten 15 Jahre erstellt. Dabei zeigte sich, dass im Ortsteil Pfaffnau die Schüler- und Klassenzahlen nach einer vorübergehenden Stagnation ab 2027/28 steigen werden. Die geplanten vier Schulzimmer genügen bis 2030. Danach ist aber eine markante Zunahme der Schülerzahlen, die zusätzliche Schulräume benötigen würde, möglich.
Anders präsentiert sich die Situation in St. Urban. Nach dem aktuellen Höchststand werden die Schülerzahlen in zwei Jahren rückläufig sein. Das ist auch der Grund für die aktuelle, zeitlich beschränkte Schülerverschiebung der 6. Klasse von St Urban nach Pfaffnau. Nach zwei Jahren werden in St. Urban wieder alle Primarklassen unterrichtet werden können.
Das Siegerprojekt
Das Siegerprojekt des Architekturwettbewerbes heisst Kaleidoskop und stammt aus der Planung der Architekturbüros Arge MAI Architektur GmbH & UNIT Architekten AG, welche in Luzern und Sempach arbeiten.
Bei dieser Projekteingabe wurde hier ein möglichst einfacher Anbau direkt an das bestehende Sekundarschulhaus geplant. Die beiden Kindergartenräume haben einen direkten Zugang zu den Aussenspielplätzen. Die zwei zusätzlichen Primarschulzimmer befinden sich im zweiten Geschoss.
Mögliche Erweiterung des Projektes Kaleidoskop
Eine mögliche Erweiterung unter Berücksichtigung der wachsenden Schülerzahlen wurde vom Architektenteam Arge MAI Architektur GmbH & UNIT Architekten AG als sehr effiziente und einfache Lösung aufgezeigt.

Die Kommission für Gemeindeentwicklung hat an ihrer zweiten Sitzung vom 4. Juni 2025 den Bedarf der Schulraumerweiterung mit dem Projekt Kaleidoskop aufgrund der Schülerzahlen bestätigt. Eine zusätzliche Erweiterung (Variante 1), um auch nach 2030 über genügend Schulraum zu verfügen, käme für die Kommission nur in Frage, wenn die Kosten für unsere Gemeinde verantwortbar wären. Das gleiche gilt auch für einen möglichen Einbau eines Mehrzweckraumes, der auch von den Vereinen genutzt werden könnte.
Weiteres Vorgehen und Informationsveranstaltung vom 23. Oktober 2025
Die Kommission unterstützt den Vorschlag des Gemeinderates, die Planung des Vorprojekt und parallel dazu den Sonderkredit zu Bauprojekt zu starten. Umgehend soll nun eine Planungs- und Baukommission gegründet werden, welche das Projekt vorantreibt.
An der Informationsveranstaltung zur Schulraumerweiterung vom 23. Oktober 2025 wird die Bevölkerung detailliert über das Projekt und die damit verbundenen Kosten informiert. Die benannten Grobkosten von 3.5 Millionen in der Wettbewerbsausschreibung werden allerdings nicht genügen. Es ist in der Verantwortlichkeit des Gemeinderates sowie der Planungs- und Baukommission, diese Kosten für unsere Gemeinde so vertretbar wie möglich zu halten.