Gemeindeversammlung vom 24.06.2026
Erfreuliches Jahresergebnis 2025: Ertragsüberschuss von CHF 1.36 Mio.
Die Jahresrechnung 2025 der Gemeinde Pfaffnau schliesst mit einem Ertragsüberschuss von CHF 1’364’606 ab — bei einem Gesamtaufwand von CHF 23’246’162 und einem Gesamtertrag von CHF 24’610’768. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von CHF 886’005. Das Ergebnis fällt damit rund CHF 2.25 Mio. besser aus als geplant.
Hauptgrund: deutlich höhere Steuererträge
Den grössten Anteil am positiven Resultat tragen die Steuern. Die ordentlichen Gemeindesteuern lagen mit CHF 9’836’200 um CHF 1’570’200 über dem Budget (CHF 8’266’000). Dazu beigetragen haben sowohl die Steuern aus dem laufenden Jahr und Nachträge aus früheren Jahren als auch deutlich höhere Quellensteuern. Auch die Sondersteuern, namentlich Grundstückgewinn- sowie Erbschafts- und Nachkommenerbschaftssteuern, übertrafen die Erwartungen und führten zu Mehrerträgen von CHF 77’094. Der Steuerfuss lag im Berichtsjahr unverändert bei 2.20 Einheiten.
Aufwand: stabile Sozialkosten, Mehrkosten in der Bildung
Auf der Aufwandseite zeigt sich ein gemischtes Bild: Im Bereich Soziales fiel das Nettoergebnis rund CHF 203’000 besser aus als budgetiert, dank höherer Rückerstattungen von Sozialhilfeleistungen und tieferer Restfinanzierungskosten. Die Bildung verzeichnete Mehrkosten von rund CHF 218’000 netto, hauptsächlich aufgrund höherer Personalaufwendungen. Beim Sachaufwand entlasteten geringere Ausgaben für den Unterhalt von Hochbauten und Strassen das Ergebnis zusätzlich.
Investitionen und Bilanz
Die Investitionsausgaben beliefen sich auf CHF 1’022’433. Realisiert wurden insbesondere die Dachsanierung und der Ersatz der Beleuchtung in der Mehrzweckhalle, Strassensanierungen der Unterhaltsgenossenschaft (UHG) sowie die Anschaffung von neuem Mobiliar in der Schule Pfaffnau. Die Bilanzsumme stieg per 31. Dezember 2025 auf CHF 25’768’765 (+ CHF 678’200 gegenüber Vorjahr), bedingt vor allem durch ein höheres Finanzvermögen. Die Nettoschuld pro Einwohner von CHF 94 im Vorjahr hat sich in ein Nettoguthaben von CHF 561 gewandelt. Sämtliche Finanzkennzahlen werden gemäss den Vorgaben des Kantons Luzern eingehalten.
Ausblick: Investitionsbedarf prägt die kommenden Jahre
Der Finanzplan sieht in den kommenden Jahren beträchtliche Investitionen vor, namentlich in Schul- und Infrastrukturprojekte. Auf dieser Grundlage haben Gemeinderat und Controllingkommission der Gemeindeversammlung gemeinsam empfohlen, den Steuerfuss für 2026 auf 2.30 Einheiten zu erhöhen. Die Gemeindeversammlung ist dieser Empfehlung im Dezember 2025 gefolgt. Damit kann der geplante Investitionsumfang finanziert werden, ohne dass die Verschuldung übermässig ansteigt. Die Ertragslage wird laufend beobachtet. Sollte sich die positive Steuerentwicklung als nachhaltig erweisen, ist auch eine künftige Senkung des Steuerfusses denkbar.
Gemeindepräsidentin Sandra Cellarius ordnet das Ergebnis ein: „Das Ergebnis freut uns sehr, war aber in dieser Höhe nicht vorhersehbar. Auch die kantonalen Prognosen wiesen nicht in diese Richtung. Der Überschuss verschafft uns ein willkommenes Polster. Ob er sich wiederholen wird, ist angesichts der laufenden Bewegungen im Steuersystem und im Finanzausgleich aber offen. Der Investitionsbedarf der kommenden Jahre bleibt bestehen, und wir wollen die anstehenden Vorhaben verantwortungsvoll finanzieren.“
Gemeindeversammlung vom 24. Juni 2026
Der Jahresabschluss wird im Detail an der Gemeindeversammlung vom 24. Juni 2026, 19.00 Uhr, im Mehrzwecksaal der Luzerner Psychiatrie AG in 4915 St. Urban vorgestellt. Die Botschaft mit Einladung und Traktandenliste wird allen Haushalten zugestellt. Der Gemeinderat freut sich auf eine rege Teilnahme.
Detaillierte Informationen zum Jahresabschluss und die Botschaft finden Sie nachfolgend: