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Gemeinsam anpacken gegen invasive Neophyten

Seit vier Jahren engagiert sich Christoph Marti als Neophytenbeauftragter der Gemeinde Pfaffnau für die Bekämpfung invasiver Pflanzen. Mit den von ihm organisierten "Neophytenspaziergängen" verbindet er praktischen Naturschutz mit Wissensvermittlung und gemeinschaftlichem Engagement. Auch in diesem Jahr hatte die Bevölkerung wieder mehrmals Gelegenheit, gemeinsam mit ihm in Pfaffnau unterwegs zu sein und selbst mit anzupacken.

Die Idee hinter den Spaziergängen ist ebenso einfach wie wirkungsvoll: Die Teilnehmenden lernen invasive Neophyten direkt vor Ort kennen und helfen gleichzeitig mit, diese zu entfernen. Christoph Marti plant die jeweiligen Routen aufgrund der bekannten Vorkommen und führt die Teilnehmenden gezielt zu den entsprechenden Standorten. So wird nicht nur über invasive Pflanzen gesprochen, sondern unmittelbar etwas gegen deren weitere Ausbreitung unternommen.

2026 fanden zwischen Mai und September insgesamt sechs "Neophytenspaziergänge" statt. Dabei geht es auch darum, das Wissen in der Bevölkerung zu fördern. Denn nicht jede gebietsfremde Pflanze ist problematisch. Die meisten dieser Pflanzen bereichern unsere Umwelt oder sind zumindest unproblematisch. Einige wenige Arten breiten sich jedoch stark aus und können einheimische Pflanzen verdrängen sowie natürliche Lebensräume verändern. Ein Beispiel dafür ist das einjährige Berufskraut, das auf den ersten Blick leicht mit einer Margerite oder Kamille verwechselt werden kann, jedoch zu den invasiven Neophyten gehört.

Gerade dieser praktische Ansatz macht die Neophytenspaziergänge wertvoll. Wer einmal gemeinsam mit fachkundiger Begleitung unterwegs war, erkennt problematische Pflanzen später auch selbst leichter. Gleichzeitig wird sichtbar, dass der Schutz der heimischen Natur nicht allein Aufgabe der Gemeinde ist. Auch die Bevölkerung kann mit Aufmerksamkeit und tatkräftiger Mithilfe einen Beitrag leisten.

Hinter den regelmässigen Spaziergängen steckt viel persönliches Engagement. Christoph Marti kümmert sich mittlerweile das vierte Jahr um das Thema Neophyten in Pfaffnau. Er beobachtet die Vorkommen, plant darauf abgestimmt die Routen und gibt sein Wissen an interessierte Einwohnerinnen und Einwohner weiter. Damit schafft er nicht nur Bewusstsein für invasive Pflanzen, sondern bringt Menschen zusammen, die sich gemeinsam für die Natur in ihrer Gemeinde einsetzen.

Dass dabei auch die Geselligkeit ihren Platz hat, zeigte sich beim letzten Spaziergang des Jahres besonders schön. Nach dem Einsatz vom Samstag, 12. September, war ein gemeinsames Grillieren vorgesehen. Damit endete die diesjährige Reihe nicht einfach nach getaner Arbeit, sondern in einem gemütlichen Rahmen, der Gelegenheit für Begegnung und Austausch bot.

Das kontinuierliche Engagement von Christoph Marti verdient besondere Anerkennung. Seit vier Jahren setzt er sich dafür ein, die Ausbreitung invasiver Pflanzen einzudämmen und gleichzeitig die Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren.

gemeinsam hinschauen, voneinander lernen und zusammen anpacken

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