ZEV, vZEV und LEG einfach erklärt
Eine Photovoltaikanlage produziert Strom. Wird dieser Strom direkt vor Ort verbraucht, beispielsweise für Beleuchtung, Haushaltsgeräte oder andere elektrische Verbraucher, spricht man vom Eigenverbrauch. Wird mehr Strom produziert als gleichzeitig benötigt, entsteht ein Überschuss. Genau hier setzen Modelle wie ZEV, vZEV und LEG an.
Für das Gemeindeprojekt steht die Lokale Elektrizitätsgemeinschaft Pfaffnau – St. Urban im Zentrum.
ZEV
ZEV bedeutet «Zusammenschluss zum Eigenverbrauch». Dabei schliessen sich mehrere Stromverbraucher zusammen, um gemeinsam Strom aus einer lokalen Produktionsanlage zu nutzen. Vereinfacht gesagt: Eine Solaranlage versorgt mehrere Strombezüger. Die Strombezüger müssen innerhalb desselben Hausanschlusskasten (HAK) sein.
vZEV
Das v steht für «virtuell». Ein virtueller Zusammenschluss zum Eigenverbrauch erweitert die Möglichkeiten eines klassischen ZEV. Verschiedene Anschlüsse können für den gemeinsamen Eigenverbrauch rechnerisch zusammengeführt werden. Die Strombezüger müssen nicht innerhalb des gleichen Hausanschlusses (HAK) sein, die teilnehmenden Gebäude müssen nicht über denselben Hausanschlusskasten (HAK) angeschlossen sein. Entscheidend ist, dass ihre Anschlüsse hinter demselben Netzanschlusspunkt (Verteilkabine) beziehungsweise derselben relevanten Trennstelle im Verteilnetz liegen.
LEG
LEG bedeutet «Lokale Elektrizitätsgemeinschaft». Die LEG geht einen Schritt weiter, sie bringt lokale Produzenten und Strombezüger über einen grösseren räumlichen Bereich (maximale Grösse ist eine Gemeinde).
